Ein Blick auf die Jahresstromabrechnung verrät, wie hoch der Stromverbrauch im vergangenen Jahr tatsächlich ausgefallen ist. Damit man nicht Jahr für Jahr Angst vor einer hohen Nachzahlung haben muss, sollte man ein paar Tipps und Tricks beachten.

Stand by-Modus lässt Energieverbrauch in die Höhe schießen

In unserem Wohnbereich befinden sich unzählige elektronische Geräte. Dazu gehören der Computer, damit wir arbeiten oder auch Ethereum kaufen können, der Fernseher, um über Netflix die neuesten Sendungen sehen zu können, die HiFi-Anlage für Radio und CDs und die Spielkonsolen, um uns die Zeit mit den neuesten Games zu vertreiben. Und obwohl gerade nicht ferngesehen wird und auch die Spielkonsole nicht im Betrieb ist, so werden die Geräte dennoch mit Energie versorgt. Schuld ist der sogenannte Stand by-Modus. Das heißt, Steckerleisten mit Schalter kaufen. Das bedeutet, mit Betätigung des Schalters werden die Geräte sofort vom Strom genommen – das reduziert den Energieverbrauch und lässt die Stromkosten sinken.

Jedoch geht es auch um die Geräte selbst, die genutzt werden. Haushaltsgeräte, die eine hohe Energieeffizienzklasse haben, also A, A+ oder A++, haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, wobei es hier durch den geringen Stromverbrauch zu einer schnelleren Amortisierung kommt. Das heißt, die Mehrkosten, die für das Gerät bezahlt wurden, werden bei den Stromkosten eingespart.

Tipps und Tricks

Wer beim Kochen den Deckel auf den Topf gibt, der kann den Energieverbrauch um mehr als 50 Prozent senken. Wird mit einem Elektroherd gekocht, so ist es ratsam, auch die Nachwärme der Herdplatte zu nutzen.

Neben dem Kochen geht es auch um die Frage, ob es überhaupt möglich ist, energiesparend zu duschen. Ja – das geht. Wer während seines Duschvorgangs gerade kein Wasser benötigt, der sollte das Wasser nicht laufen lassen, sondern abdrehen. So etwa, wenn man seinen Körper einseift oder das Shampoo einwirken lässt. Wer während dieser Vorgänge das Wasser abdreht, kann den jährlichen Wasserverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Man darf übrigens nicht glauben, dass man immer nur mit 40 Grad, 60 Grad oder 90 Grad seine Wäsche sauber bekommt – mit entsprechender Temperatureinstellung an der Waschmaschine kann ebenfalls Geld gespart werden. Wer etwa statt 40 Grad mit nur 30 Grad seine Wäsche wäscht, der spart rund 40 Prozent Energie. Natürlich gibt es Wäschestücke, die mit entsprechender Hitze behandelt werden müssen, doch Waschgänge mit 90 Grad sind eher die Seltenheit. Normal verschwitzte Kleidung kann daher problemlos mit 30 Grad gewaschen werden.

Wichtig: Bei der Waschmaschine darauf achten, dass es sich um ein stromsparendes Gerät handelt – ist die Waschmaschine bereits über zehn Jahre alt, so ist es mitunter empfehlenswert, einen Tausch zu vollziehen.

Mitunter sind es aber auch kleinere Maßnahmen, die dabei helfen, Energie zu sparen. So kann man mit Energiesparlampen den Energieverbrauch um 20 Prozent senken – zudem ist an dieser Stelle zu berücksichtigen, dass eine Energiesparlampe auch rund 15 Mal länger als die klassische Glühbirne hält.

Neben der Lichtnutzung geht es auch um die Frage, wie man richtig heizt. Wichtig ist, dass man die Heizkörper nicht abdeckt oder verstellt, sodass es zu keiner Behinderung der sich ausbreitenden warmen Luft kommt. Zudem ist für sich selbst zu klären, wie hoch die Temperatur im Wohnbereich sein soll – pro heruntergedrehtem Grad spart man rund 6 Prozent an Heizkosten.

Und neben der Frage, wie man richtig heizt, geht es auch darum, wie man clever lüftet. Man sollte immer Stoßlüften. Das heißt, mehrmals am Tag für rund fünf Minuten die Fenster öffnen und nicht ständig gekippt lassen, da so die warme Luft entweicht.

Anbieter vergleichen

Hat man die Tipps und Tricks befolgt, stellt aber fest, dass die Stromkosten einfach nicht weniger werden, so ist es wichtig, einen Blick auf seinen Tarif zu werfen. Denn entscheidend ist auch die Wahl des Stromanbieters.

Das heißt, man sollte einmal im Jahr einen Vergleich der unterschiedlichen Anbieter anstellen und sodann für sich die Frage beantworten, ob man den für sich besten Tarif nutzt. Der Stromanbieterwechsel kann online durchgeführt werden und dauert nur ein paar Minuten.

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