Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde nun die größte Ziegelbaustelle Österreichs fertiggestellt: Das „Projekt D22“ in der Seestadt Aspern in Wien – errichtet mit dem innovativen Porotherm 50 W.i -Ziegel von Wienerberger.
Auf einer Fläche von rund 5.200 m² entstanden auf dem Baufeld D22 im südwestlichen Teil der Seestadt Aspern drei energieeffiziente Wohnhäuser mit einer Gesamtnutzungsfläche von 8.100 m². Das Besondere daran: Für die Gebäudehüllen der drei unterschiedlich ausformulierten Baukörper mit vier bis sechs Geschossen entschieden sich der Bauträger WBV-GPA, die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, und das Architektenteam rund um Clemens Kirsch für den mit Mineralwolle verfüllten Porotherm 50 W.i -Ziegel von Wienerberger.
Franz Kolnerberger, Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und Vorstand der TONDACH AG zeigt sich stolz über den erfolgreichen Abschluss des ersten mehrgeschossigen Wohnbauprojekts, bei dem der Porotherm 50 W.i zum Einsatz kam: „Gerade im mehrgeschossigen Wohn- und Objektbau mit unterschiedlichem Nutzungsverhalten auf begrenztem Raum braucht es ein bauphysikalisch sicheres und wartungsfreies Bausystem. Mit der Ziegelgeneration Porotherm W.i kommen wir diesem Anspruch vollumfänglich nach und bieten für jede Variante und jeden Anspruch die optimale Lösung. Projekte wie diese bestätigen uns in unserem konstanten Weg der Innovation und Zuverlässigkeit.“

Energieeffizientes, natürliches und wirtschaftliches Bauen und Wohnen

Jede der errichteten Wohnungen profitiert von den nachhaltigen, wohngesunden und dabei hoch wirtschaftlichen Eigenschaften der innovativen Ziegellösung: Der integrierte Dämmstoff Mineralwolle erlaubt eine massive einschalige Bauweise ohne außenliegender Zusatzdämmung bei optimalen Wärmedämmwerten. Sie ist – als ideale Ergänzung zum keramischen Baustoff Ziegel – nicht brennbar, wasserabweisend, schädlingsresistent, dampfdiffusionsoffen und besteht aus einem in der Natur nahezu unbegrenzt vorkommenden Rohstoff. Eine weitere, zusätzliche Wärmedämmschicht im Wandaufbau war beim Projekt D22 somit nicht notwendig, was nicht nur Zeit bei der Errichtung sparte, sondern künftig auch die Kosten für Instandhaltung und Erneuerung senkt.
„Der Porotherm W.i weist sämtliche klassische, über Jahrtausende erprobte Produkteigenschaften des Ziegels auf und schafft als natürlicher Baustoff die ideale Voraussetzung für wohngesundes Bauen und Wohnen. Dank seiner großen wärmespeicherwirksamen Masse sorgt er für ein ganzjährig behagliches Raumklima. Ziegelwände verhindern rasches Auskühlen im Winter, schützen vor Überhitzung im Sommer und wirken somit wie eine energiespareffiziente, integrierte Klimaanlage“, erklärt Christian Weinhapl, Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH.
„Aus internen Mieterbefragungen wissen wir, dass es ein tiefgehendes Bedürfnis von Menschen gibt, in aus Ziegel gebauten Häusern zu leben. Deshalb war es uns ein Anliegen, diese Bauweise bei unserem Projekt ‚3 Schwestern‘ in der Seestadt Aspern zu realisieren. Wir sind sehr stolz, dass uns dies gemeinsam mit der Firma Wienerberger gelungen ist und sind zuversichtlich auch in Zukunft wieder Wohnhäuser aus Ziegel realisieren zu können. Der Erfolg bei der Vermietung und das Feedback der Mieter bestärken uns jedenfalls in dieser Entscheidung“, so KommR Mag. Michael Gehbauer, Geschäftsführer WBV-GPA.

Das fertiggestellte Projekt D22 im Detail

Die drei Baukörper – auch „3 Schwestern“ genannt – zeichnen sich durch eine Vielzahl an verschiedenen Wohnungstypen und -zuschnitten aus und sollen unterschiedlichen Personengruppen ein wohngesundes, natürliches und energieeffizientes Zuhause bieten:
Bauteil A(NNA) umfasst 33 Wohnungen und ist als Baugruppenhaus für die Gruppe “Que(e)rbau” konzipiert. Que(e)rbau steht für selbstgewählte Identität, selbstbestimmte Lebensformen und Querdenken. Das Wohnhaus bietet Lebensraum für alle Generationen, für Singles, Paare sowie insbesondere für selbstdefinierte Familienformen, etwa für Regenbogen-, Patchwork- oder auch Pflegefamilien. Ein fünfgeschossiges zentrales Atrium dient als Ort der Begegnung.
Bauteil B(ELLA) beinhaltet 40 Wohnungen von unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Zuschnitten für jeden Bedarf: angefangen bei der SMART-Startwohnung mit zwei Zimmern bis zur Fünf-Zimmer-Wohnung für Familien mit Kindern. Der Bauteil ist als 6-geschossiger Baukörper mit umseitig angelagerten Freiraumzonen konzipiert und wird von zwei durchgesteckten Stiegenhäusern erschlossen. In den Obergeschossen erfolgt die Erschließung teilweise über einen offenen Laubengang.
Bauteil C(LARA) wurde für das Diakoniewerk Wien als Betreiber konzipiert und umfasst ein betreutes Wohnheim für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche.
In Summe wurden 78 geförderte Wohneinheiten, davon ein Drittel als SMART-Wohnungen, errichtet. Jede davon ist durch einen eigenen Freiraum (Terrasse, Balkon, Loggia) und einen Einlagerungsraum ergänzt. Darüber hinaus weisen sämtliche Wohnungen überdurchschnittlich große Raumhöhen von ca. 2,63 m bis 4,00 m auf und sind somit höher als von der Wiener Bauordnung verlangt. Wo es möglich war, wurden “Französische Fenster” eingebaut, die vom Boden bis zur Decke reichen, somit den Raum visuell vergrößern und mehr Licht und Sonne hineinlassen. Die größeren Wohneinheiten sind mindestens nach zwei Seiten orientiert und belichtet und daher gut querlüftbar, was insbesondere im Sommer einen großen Mehrwert liefert. Zudem ist jede Wohnung mit einer gesteuerten Frischluftzufuhr ausgestattet.
Bildcredits: Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

6 Kommentare

Comments are closed.