Nicht jeder kann sich den Traum von einem eigenen Haus erfüllen, die meisten Menschen leben in einer Wohnung zur Miete. Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung ist, der hat die Wahl zwischen einer Mietwohnung, einer Eigentumswohnung oder einer Genossenschaftswohnung. Alle drei Formen haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile, und bevor eine Wahl getroffen wird, ist es immer ratsam, sich ausführlich zu informieren, welche Wohnung die richtige ist.

Die Mietwohnung – ein echter Klassiker

Wohnen zur Miete erfreut sich großer Beliebtheit, denn eine Mietwohnung hat den großen Vorteil, dass sich der Mieter um nichts kümmern muss, denn wenn es zum Beispiel Probleme mit der Heizung gibt oder wenn es zu einem Wasserrohrbruch kommt, dann kommt der Vermieter für den Schaden auf und muss die notwendigen Reparaturen bezahlen. Allerdings muss der Mieter vor dem Einzug eine Mietkaution hinterlegen und der Vermieter ist verpflichtet, diese Mietkaution auf einem Konto anzulegen. Wenn der Mieter auszieht, dann bekommt er die Kaution zurück, sollte es aber in der Wohnung Schäden geben, dann hat der Vermieter das Recht, die Mietkaution entweder nur zum Teil oder auch ganz einzubehalten, um von diesem Geld die Schäden reparieren zu lassen.

Ebenfalls mit Mietkaution – die Genossenschaftswohnung

In Zeiten knappen Wohnraums erleben die sogenannten Genossenschaftswohnungen eine Art Renaissance und diese Wohnungen sind heiß begehrt. Um in eine Genossenschaftswohnung einziehen zu können, muss der Mieter Anteilseigner einer Genossenschaft sein, aber wie hoch der Anteil ist, richtet sich immer nach der jeweiligen Genossenschaft, oft entspricht der Anteil aber der Summe einer Mietkaution. Eine Genossenschaftswohnung kann nicht wegen Eigenbedarf gekündigt werden, es gibt ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Wenn der Mieter jedoch aus seiner Wohnung auszieht, dann dauert es nicht selten mehrere Jahre, bis es zur Rückzahlung der Einlage kommt.

Lohnt sich eine Eigentumswohnung?

Wer in einer Wohnung aber nicht zur Miete wohnen will, der sollte eine Eigentumswohnung kaufen. Eine Eigentumswohnung ist im Vergleich zu einem Haus in der Regel günstiger und ein weiterer Vorteil besteht darin, dass kein Grundstück gekauft werden muss. Die Eigentümer einer solchen Wohnung sollten sich jedoch auch über die Nachteile im Klaren sein, denn eine Eigentumswohnung ist zwar eine Geldanlage, allerdings hat eine Wohnung einen deutlich geringeren Wertzuwachs als ein Haus. Sollte die Nachbarschaft nicht stimmen, dann kann der Mieter einer Wohnung einfach ausziehen, bei einer Eigentumswohnung muss man sich wohl oder übel mit den Nachbarn arrangieren. Wer eine Eigentumswohnung hat, kann nicht alleine über eventuelle Neuerungen für das Haus entscheiden, er wird vielmehr zu einem Teil der Eigentümerversammlung, die über die Belange des Hauses entscheidet. Dafür genießen die Eigentümer einer Wohnung einen gewissen Komfort, sie müssen sich zum Beispiel nicht um die Reinigung des Treppenhauses kümmern, und wenn etwas in der Wohnung defekt ist, dann ist der Verwalter dafür zuständig.

Ob Miet-, Eigentums- oder Genossenschaftswohnung – alle drei Wohnungsformen haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Für junge Leute ist eine Mietwohnung die beste Lösung, wer eine Familie hat, der findet in einer Genossenschaftswohnung ein günstiges Wohnmodell und alle, die wissen, dass sie in den kommenden Jahren nicht mehr umziehen möchten und ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben, die sind mit einer Eigentumswohnung auf der richtigen Seite.

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