In Österreich findet das Tiny House immer mehr Anklang, denn viele Menschen sprechen sich neuerdings für den Minimalismus aus. Das Tiny House ist nämlich genau das – Leben mit dem nötigsten auf kleinem Raum. Aufgrund seiner Größe von 15 bis 22 Quadratmeter wird es auch als Mikrohaus, Kleinhaus oder Minihaus betitelt. Trotz des Wohnraumes findet sich darin ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und eine Küche.

Möglichkeiten für ein eigenes Tiny House

Die Möglichkeiten für ein eigenes Tiny House sind vielseitig, so zum Beispiel lässt sich auch ein eigenes Bauen. Andererseits kann auf einen Anbieter zurückgegriffen werden, welcher ein fertiges Tiny House innerhalb von Stunden errichten kann.

Tiny House selbst bauen

Das Tiny House selbst bauen gelingt über einen Standard-Bauplan, welcher sich theoretisch jeder kaufen kann. Innerhalb eines Workshops gelingt die Schulung dafür, diese sollten auch in Anspruch genommen werden, denn so werden die meisten Probleme umgangen. Pläne aus den USA sollten aber nicht gekauft werden, denn die richten sich meistens eben an die in den USA gültigen Gesetze und eben nicht an die, welche in Österreich gelten.

Tiny House Bausatz

Eine andere Möglichkeit wäre dagegen, dass ein Bausatz gekauft wird. Mit einem Tiny House Bausatz wird viel Arbeit abgenommen, wodurch wiederum Zeit und Mühe gespart wird, jedoch sind Bausätze weitaus teurer. Möglicherweise werden auch Utensilien wie die Aufspannplatte oder eine Profilbiegemaschine dennoch benötigt, diese Mittel sind nämlich unerlässlich für die Bleachbearbeitung.

Welche Kosten entstehen mit einem Tiny House?

Wer ein Tiny House bauen möchte, sollte auch entsprechende Kosten einplanen. Ein Bausatz kostet etwa 5.000 Euro, die reinen Baukosten bei circa 2.000 Euro und je nach Ausstattung, Komfort und Materialien entstehen fünfstellige oder gar sechsstellige Summen. Sollte das Tiny House beim Kauf bezugsfertig sein, dann muss mit circa 20.000 Euro an Kosten gerechnet werden.

Baugenehmigung ist in jedem Fall erforderlich

Eine Baugenehmigung einzuholen ist nicht einfach, denn die Bürokratie ist auch in diesem Fall eine Bremse. Hiervon wäre man nur ausgenommen, wenn für das Aufstellen des Tiny Houses auf ein Privatgrundstück verzichtet wird. Auf Grundstücken von Freunden, Landwirten oder ähnliches sollte das Haus nicht aufgestellt werden, denn so ist wiederum eine Baugenehmigung notwendig.

Damit tatsächlich genehmigungsfrei in einem Tiny House gelebt werden kann, wird wohl lediglich ein Campingplatz helfen. Allerdings gibt es je nach Campingplatz auch hier wiederum Regeln, welche es einzuhalten gibt und teilweise sind auch Tiny Houses aufgrund diverser Richtlinien nicht gestattet.

Der Campingplatz muss laut Bebauungsplan auch für die Wohnnutzung zugelassen sein und die Wohnfläche darf dann auch wiederum nicht 50 Quadratmeter überschreiten, wobei die Maximalhöhe bei 3,50 Meter oder 4 Meter liegen könnte. All diese Regeln und Vorgaben können sich beim jeweiligen Campingplatz eingeholt werden.

Es würde auch die Möglichkeit bestehen, dass das Tiny House auf öffentlichen Parkplätzen gestellt wird, dafür muss es aber auf Räder befestigt sein, denn so wäre es strenggenommen ein Wohnmobil. Die Regeln sind aber Streng, so darf das rollende Haus maximal zwei Wochen unbewegt an Ort und Stelle stehen. Die Wohnnutzung ist aber wiederum nur für eine Nacht erlaubt und zusätzliche Möbelstücke wie Stühle dürfen nicht aufgestellt werden.