Unter einem Carport ist das Auto auch bei Wind und Wetter geschützt. Wer rund ums Jahr ein fahrbereites Auto genießen möchte, bei dem beispielsweise im Winter lästiges Eiskratzen entfällt, kommt um einen Carport oder um eine Garage nicht herum. Gegenüber der Garage hat diese Variante einige unschlagbare Vorteile. Und gerade Flachdach-Carports bieten ein besonderes Maß an Komfort und zahlreiche weitere Nutzungsmöglichkeiten. Dieser Beitrag schafft Übersicht und zeigt, warum ein flaches Dach beim Carport so gut wie ausschließlich Vorteile hat.

Das Flachdach – ein moderner Klassiker

Flachdächer wirken modern sind aber alles andere als eine Neuerung im Baugewerbe. Bereits in der Antike wurden Gebäude mit Flachdach ausgeführt und in vielen traditionellen Gesellschaften sind Flachdächer auch heute noch die übliche Weise, ein Gebäude abzudichten. Kennzeichnend für das Flachdach ist die extrem geringe Dachneigung von weniger als 10°. Die geringe, optisch oft nicht eindeutig wahrnehmbare Dachneigung hat den Zweck, Regenwasser eine Ablaufmöglichkeit zu bieten. Denn auch ein pflegeleichtes Flachdach nimmt es mit den Jahren übel, wenn sich Pfützen bilden und die Staunässe in die Baustruktur eindringen kann. Klassische Flachdächer verfügen lediglich über eine Bitumenschicht als Abdichtung. Beträgt die Dachneigung knapp 10°, sind jedoch auch traditionelle Eindeckungen möglich. Ganz neu entdeckt wurde das Flachdach in der Zwischenkriegszeit im Rahmen der Bewegung um das “Neue Bauen”. Flachdächer wurden in der Folge gerade in den 60er und 70er Jahren zu einem prägenden Stilelement im westdeutschen Bauen.

Diese Vorteile hat ein Flachdach-Carport

Flachdächer sind die mit einigem Abstand am weitesten verbreitete Dachform im Carport-Bau. Sie lassen sich besonders leicht erbauen und integrieren sich meist nahtlos in ihre Umgebung. Das Flachdach bietet im Gegensatz zu anderen Dachformen den Vorteil, von einem Heimwerker selbstgebaut werden zu können. Dies macht das Flachdach besonders kostengünstig in der Erstellung. Ein weiterer Vorteil des Flachdachs ist, dass es bei entsprechender Tragfähigkeit sogar als Dachterrasse genutzt werden kann. Weil das Flachdach für einen wunderbar modernen und doch zeitlosen Look sorgt, ist diese Gestaltungsvariante für alle ein Vorteil, die sich für viele Jahre eine unverwechselbare Optik wünschen.

Was man beim Bau berücksichtigen sollte

Vor allem auf die passende Gefälle Neigung muss beim Bau des Flachdachs geachtet werden. Diese beträgt keineswegs 0°, sondern zwischen 5 bis 10°, um einen schnellen Ablauf von Regen- und Tauwasser zu ermöglichen.

Wer ein flaches Dach entweder gleich nach der Erstellung oder nach einiger Zeit erst begrünen möchte, sollte vor allem darauf achten, es statisch zu prüfen. Denn das nasse Substrat-Material, auf dem später die Grünpflanzen wachsen werden, bringt einiges an zusätzlichem Gewicht mit, das mit einberechnet werden muss.

Welches Material eignet sich zur Eindeckung?

Das klassische Flachdach mit minimaler Dachneigung kann auch in schlichtem Bitumen ausgeführt werden. Zu den ebenfalls machbaren Dacheindeckungen gehören aber auch Metallbleche, wie beispielsweise Wellblech oder Trapezblech aus Aluminium. Auch Feinblech aus verzinktem Stahlblech ist beliebt zur Eindeckung.

Eine kostengünstige, aber fast ebenso haltbare Variante ist die Eindeckung mit Material aus PU. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der über viele Jahre hinweg nicht nur Wind und Wetter ohne Beschädigungen erträgt, sondern auch für ein angenehmes Klima im Carport sorgt.

Typisch für die Eindeckung von Flachdächern ist auch Bitumenmaterial. Dieses wird in Bahnen aufgebracht und besitzt eine Haltbarkeit für Jahrzehnte. Bei der Verarbeitung muss jedoch unbedingt auf die Verwendung geeigneter persönlicher Schutzausrüstung geachtet werden, da dieses Material eine Gesundheitsgefahr darstellen kann. Eine weitere, ebenfalls extrem strapazierfähige Variante ist es, das Flachdach mit Dachpappe-Schindeln einzudecken. Dies ist vor allem dann angezeigt, wenn das Flachdach eine etwas stärkere Neigung von bis zu knapp 10° aufweist.

Wer nach einer modernen Eindeckung für seinen Flachdach-Carport sucht und sich dabei alle weiteren Gestaltungsmöglichkeiten offenlassen möchte, sollte sich zu EPDM-Dachfolien informieren. Bei diesem Material handelt es sich um einen Synthesekautschuk in Folienformat, der nicht nur Witterungseinflüssen gegenüber extrem beständig ist, sondern auch UV-Strahlen ohne weiteres ertragen kann.

Nicht immer ist es einfach, sich für eine Gestaltung zu entscheiden. Ein mit EPDM-Folie ausgeführtes flaches Dach kann zu einem späteren Zeitpunkt die ideale Grundlage für eine Dachbegrünung darstellen. Die Folie ist stabil genug, um das Gründach zu halten und ist in vielen verschiedenen Dicken passend zum jeweiligen Verwendungszweck erhältlich.

Materialvielfalt für moderne Carport Gestaltung

Die außergewöhnliche Gestaltung des Carports unterstreicht die Individualität seines Besitzers. Neben den bereits angesprochenen Materialien gibt es noch die Möglichkeit, den Flachdach-Carport aus Glas zu gestalten. Sowohl Glas als auch jedes andere lichtdurchlässige Material verleiht sogar großen Carports ein lichtes, modernes Ambiente. Eine Konstruktion aus Aluminium oder einem anderen Metall sorgt für einen ultramodernen Look, der zum Hingucker der Außengestaltung wird. Gerade dann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt auf Solarerzeugung und ein E-Auto umgestiegen werden soll, bringt solch ein Flachdach-Carport aus Glas Vorteile. Dann kann bereits beim Bau auf Solarglas zurückgegriffen werden, um für den ökologisch wichtigen Umstieg bereit zu sein.

Flaches Dach für noch mehr Wohnkomfort

Carports, die ein flaches Dach besitzen, bringen zahlreiche Vorteile mit sich und schenken ihrem Besitzer zudem einiges an Flexibilität. Mit etwas Geschick lässt sich ein Flachdach-Carport sogar im Rahmen eines Heimwerker-Projekts bauen. Jetzt planen und schon bald die schicke Ergänzung der Außengestaltung vor der Haustür haben!

Bilder: © easycarport.at