Balkon im Einklang mit der Natur gestalten: So geht es

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Ein Balkon bietet die perfekte Möglichkeit, einen kleinen persönlichen Rückzugsort im Freien zu schaffen. Doch wie gestaltet man seinen Balkon so, dass er im Einklang mit der Natur steht? Eine Möglichkeit besteht darin, Biodiversität zu fördern und natürliche Elemente in die Gestaltung einzubeziehen. In diesem Text werden verschiedene Schritte und Ideen vorgestellt, wie man einen Balkon in einen ökologisch vielfältigen und naturnahen Raum verwandeln kann.

Pflanzenauswahl und Dünger

Eine der wichtigsten Entscheidungen beim Gestalten eines naturnahen Balkons ist die Auswahl der Pflanzen. Ähnlich wie bei Pflanzen für Drinnen können Balkonpflanzen verschiedene Zwecken erfüllen. Hierbei kann man Gemüse, Salat, Zierpflanzen oder bewusst Mischungen für Bienen und Insekten verwenden.

Statt exotischer und nicht heimischer Arten sollten bevorzugt heimische Pflanzen verwendet werden, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Diese bieten Nahrung und Lebensraum für einheimische Insekten, Vögel und andere Tiere. Unterschiedliche Pflanzenarten mit verschiedenen Blütezeiten sorgen zudem für kontinuierliche Nahrungsquellen und tragen zur Biodiversität bei. Auch Gemüsepflanzen bieten Bienen die Möglichkeit, an Nahrung zu kommen.

Insektenfreundliche Pflanzen

Bestimmte Pflanzenarten sind besonders attraktiv für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Lavendel, Sonnenblumen, Thymian, Malven oder Wildblumen ziehen eine Vielzahl von nützlichen Insekten an. Diese Pflanzen tragen nicht nur zur Bestäubung anderer Pflanzen bei, sondern bereichern auch das Balkonleben mit ihrer farbenfrohen Pracht und dem Summen der Insekten. Wenn man nicht viel Platz hat, reicht auch ein Blumentopf oder ein Pflanzkasten, womit man den kleinen Besuchern eine nahrhafte Oase zur Verfügung stellen kann. Auch kleine Anlaufstellen helfen den Insekten.

Verzicht auf Pestizide

Um die natürliche Vielfalt auf dem Balkon zu fördern, ist es ratsam, auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln zu verzichten. Stattdessen können natürliche Methoden zur Schädlingsbekämpfung wie das Ausbringen von Nützlingen oder der Einsatz von pflanzlichen Hausmitteln verwendet werden. Düngemittel sind auch in Bioqualität und komplett für Mensch und Natur verträglich verfügbar.

Vertikale Gärten und Kletterpflanzen

Um den begrenzten Raum auf dem Balkon optimal zu nutzen, können vertikale Gärten und Kletterpflanzen eine gute Lösung sein. Rankende Pflanzen wie Efeu oder Kletterrosen bieten nicht nur Sichtschutz, sondern auch zusätzliche Nist- und Rückzugsmöglichkeiten für Tiere. Vertikale Gärten ermöglichen es zudem, eine Vielzahl von Pflanzen auf kleinem Raum anzubauen.

Nistmöglichkeiten schaffen

Vögel sind ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Umwelt und können auch auf einem Balkon willkommene Gäste sein. Durch das Anbringen von Vogelhäusern oder Nistkästen werden geeignete Brutplätze geschaffen. Dabei ist es wichtig, dass die Nistkästen so angebracht werden, dass sie vor starkem Wind und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Hat man einen größeren Balkon und entsprechende Pflanzen kann es auch passieren, dass Amsel und Co. ihr Nest in den Kübelpflanzen bauen. Wenn man nistende Vögel auf dem Balkon oder der Dachterrasse hat, sollte man entsprechend Rücksicht auf die gefiederten Gäste nehmen.

Wasserquelle bereitstellen

Eine kleine Wasserquelle auf dem Balkon, wie ein flacher Behälter mit Wasser, kann Vögel, Insekten und andere Tiere anlocken. Es ist wichtig, das Wasser regelmäßig zu wechseln, um Mückenlarvenbildung zu vermeiden und den Tieren sauberes Wasser anzubieten. Tiere merken sich diese Wasserquelle und werden immer wieder vorbeischauen. Ein kleiner Brunnen kann ebenso installiert werden. So bleibt das Wasser im Umlauf und damit länger frisch.

Naturmaterialien verwenden

Bei der Gestaltung des Balkons sollten natürliche Materialien bevorzugt werden. Holz, Rattan oder Naturstein verleihen dem Balkon ein naturnahes und harmonisches Ambiente. Auch bei der Wahl von Blumentöpfen und Gefäßen können Materialien wie Ton oder Terrakotta eine natürliche Atmosphäre schaffen. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern sind zudem viel besser als Plastiktöpfe, die vielleicht nach einer Saison schon wieder entsorgt werden.

Was kann man für die Biodiversität noch tun?

Vieles fängt im Kleinen an und jeder kann seinen Beitrag leisten. Hat man zu Hause nicht die Möglichkeit, etwas für die Insekten anzupflanzen, kann man dieses Vorhaben vielleicht zu seinem Arbeitgeber tragen und dort ein kleines Gärtnerprojekt ins Leben rufen. Viele Unternehmen engagieren sich schon für die Umwelt, da sollte das gut umzusetzen sein.

Ein Beispiel für ein solches Unternehmen ist die AXA Schweiz, die verschiedene Diversitätsprojekte unterstützt. Weitere Informationen wurden auf der Website zur Biodiversitätsinitiative: Flora Futura zusammengestellt.

Viele Gemeinden haben zudem einen Kleingärtnerverein oder man engagiert sich ehrenamtlich beim Ferienprogramm und bringt Kindern etwas über den Schutz der Natur und der Arten bei. Es gibt viele Möglichkeiten, der Natur etwas Gutes zu tun.

Indem man diese Schritte befolgt und den Balkon mit natürlichen Elementen gestaltet, kann ein kleiner Raum geschaffen werden, der nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern auch die Biodiversität fördert. Ein naturnaher Balkon bietet die Möglichkeit, die Natur auch in der Stadt zu erleben und einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.

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