Zwar ist es tatsächlich so, dass Immobilien auch weiterhin zu den lukrativsten und besten Geldanlagen gehören, konkurrenzlos sind sie dennoch nicht. Was man jedoch wissen muss: Klassische Bankprodukte werfen momentan kaum Zinsen ab, weshalb eine gewisse Risikobereitschaft vonnöten ist, wenn die Ersparnisse (schnell) wachsen sollen.

Kurz- und mittelfristige Geldanlagen

Wenn man sich Geldanlagen ansieht, stößt man auf drei Arten – kurzfristige, mittelfristige und langfristige. Bei den kurzfristigen Geldanlagen, zu denen etwa das Tagesgeld zählt, ist derzeit aufgrund des Zinstiefs bei der Europäischen Zentralbank nicht viel zu holen. Dennoch sind Tagesgeldangebote, etwa von der niederländischen Marke Moneyou, bei Verbrauchern weiterhin beliebt, was an den anderen Vorteilen dieser Anlageform liegt. So bietet ein Tagesgeldkonto nicht nur die Möglichkeit, Ersparnisse getrennt vom Girokonto auf einem in der Regel kostenlosen Konto zu sammeln, gleichzeitig sind sie auch anders als etwa beim Festgeld jederzeit verfügbar. Und immerhin gibt es zusätzlich zumindest einen kleinen Zinsgewinn.

Etwas höher sind die Zinsen beim Festgeld, das zu den mittelfristigen bzw. bei sehr kurzen Laufzeiten auch zu den kurzfristigen Anlageformen zählt. Dabei gilt: Je länger der Kunde die Laufzeit wählt, desto höher sind auch die Zinssätze – von hohen Erträgen kann man allerdings auch bei längeren Anlagezeiträumen nicht sprechen.

Höhere Erträgen sind derzeit lediglich bei den risikoreicheren Geldanlagen möglich, bei denen am Aktienmarkt kurzfristig spekuliert oder mittel- bis langfristig gehalten und gewinnbringend verkauft wird. Alternativ könnte in Dividendenprogramme investiert werden, etwa Fonds oder Zertifikate. Das Verlustrisiko ist hier oft geringer als bei einzelnen Aktien, gerade wenn bei jenen nur spekuliert und nicht gehalten wird. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang allerdings noch die Kapitalertragssteuer, mit der in Österreich zum Teil 25 % bzw. 27,5 % der Kapitalerträge abgeführt werden müssen. Für Immobilien gilt das nicht, denn etwaige Mieteinnahmen unterliegen anderen Steuern.

Langfristige Geldanlagen

Sobald eine Geldanlage über 7 Jahre hinausgeht, was selbst bei Festgeld noch gut möglich ist, gilt sie als langfristig. Immobilien gehören ohne Zweifel dazu, genauso aber auch einmal eingerichtete Genossenschaftsanteile oder bis dato noch nicht verkaufte Aktien. In diesem Feld gehen Immobilien aufgrund ihrer vielen Vorteile wahrscheinlich in Führung, denn keine Aktie und kein Festgeld kann hier wirklich mithalten und gleichermaßen Sicherheit und Gewinn für einen so langen Zeitraum bieten. Ein Nachteil besteht jedoch schon, indem die Immobilie zunächst finanziert werden muss. Für diejenigen, die sich also nicht haushoch verschulden möchten, scheiden Immobilien aus und andere Geldanlagen, die sich direkt aus dem bisherigen Vermögen einrichten lassen, überholen recht einfach.

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